Geschichte

BKPJV 75 Jahre Sektion Davos

Drei Jahre besteht der Bündner Kantonale Patentjäger-Verein. Der Zentralvorstand veranstaltet auf Sonntag, den 25. Juni 1916 im „Gasthof zum Rathaus“ in Davos- Platz eine Versammlung zur Besprechung aktueller Tagesfragen und Gründung einer Sektion. Als Referenten stellen sich Zentralpräsident Paul Tschuor, Chur, und L. Erhard, Präsident der Sektion Prättigau zur Verfügung. Zentralpräsident Tschuor kommt nicht umsonst nach Davos. Das Grüpplein Davoser Jäger, welches sich eingefunden hatte, erklärten sich bereit , sich zu einer Sektion zusammenzuschliessen und dem Gesamtverband nach Kräften zu dienen zur Erhaltung der freien Jagd im Kanton. Die neue Sektion nennt sich „Sektion Davos“ des kantonalen Patentjäger- Vereins. An einer zweiten Versammlung, es ist der 16. Juli 1916, wird in der „Post“ Glaris der Vorstand der neuen Sektion bestellt. Es ist dies Chr. Wasescha, Dorf; Joos Engi, Platz; Lehrer Müller, Monstein; Jenny Glaris; Joh. Kaufmann, Dorf; Nik. Kindschi, Platz ;Paul Müller, Frauenkirch. Die erste GV findet am 26. Dezember 1917 im „Rathaus „ statt.

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An der GV vom 2. Mai 1920 wurde beschlossen, in Glaris ein „kleines Freischiessen mit Jagdstutzern“ durchzuführen. Jeder Teilnehmer hatte 1.- Franken Einsatz zu leisten. Die Kasse hatte 40.- Franken zu übernehmen. Das war das erste organisierte Jagdschiessen der Sektion. Die erste Schiessgelegenheit befand sich also in Glaris. Doch am 21. August 1921 wurde bei der Mühle Sertig ein Grümpelschiessen abgehalten. Nun zog man jahrelang ins Sertig um bei der Mühle das Schiessen zu üben. 1937 erhält der Sektionsvorstand die Vollmacht, mit der Junkerbodenatzung einen Vertrag um Benützung des Heidbodens als Schiessplatz abzuschliessen.

Von da an wurden alle Schiessen auf dem Heidboden abgehalten. 1939 hatte man eine Rekordbeteiligung von 42 Schützen. Wegen Kriegsausbruch gab es dann im Herbst gar keine Jagd. 1942 konnte das Schiessen wegen Munitionsmangel nicht durchgeführt werden. In diesem Jahr führte die Sektion eine Jägerschule ein. Es wurden , bei bestehen der Prüfung, Fähigkeitsausweise und ein Diplom der „Jägersektion Davos“ abgegeben. Diese Jägerschule gab einiges zu Reden im Kanton, schliesslich wurden auch auswärtige Mitglieder, sofern sie dem Verband angehörten, zugelassen. Diese Jägerschule wurde dann 1949 aufgegeben. Die Jagdprüfung war ja seit 1944 eine kantonale Sache, das Muster hatte die Sektion Davos geliefert. 1957 gehörten der Sektion schon 195 Mitglieder an.
1959 schreibt der Wurftaubenclub Davos ein Wurftauben- Wettschiessen am Davoser See auf 30 Tauben aus. 1963 diskutiert man den Bau einer Schiessanlage, hat aber Bedenken wegen der Bodenfrage. Das Schiessen auf dem Heidboden auf Scheiben im offenen Gelände, war nicht mehr zu verantworten.

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An der GV 1967 wird eine Schiessplatzkommission gebildet. Präsident wird Sep Däscher. 1969: a.o. GV im Kurhaus Sertig. Grosse Mehrheit für die Verlegung des Schiessplatzes. Zur Diskussion steht das „Landgut“ auf dem Gebiet der Gemeinde Davos in Glaris. Für die Sektion Davos bedeutet der Bau der Schiessanlagen im Landgut ein Schritt in die Neuzeit, in eine neue Aera. Sektionspräsident Domenico Züst konnte einmal melden, es seien über 2000 Stunden Frondienst geleistet worden im Landgut. Am 14. Mai 1970 erster „Streich“ im Landgut, die Schiessanlage wird gebaut. 1971 Standweihschiessen. 1973 IX. Kantonales Jagdschiessen im Landgut, 1200 Schützen, grosser Erfolg. 1976 öffentliches Jagdschiessen „60 Jahre Sektion Davos“ Die Anlage wird immer wieder verbessert und vergrössert. Auch die Schützenhütte, einst von den Pfadfindern abgekauft und von der Hofstrasse ins Landgut versetzt, mit der Infrastruktur für die Festwirtschaft und den Büros, erfährt Neuerungen. 1979 öffentliches Jagdschiessen, Umsatz Fr. 104'532.85! 1982 wieder ein öffentliches Jagdschiessen mit 685 Schützen. Am öffentlichen Jagdschiessen von 1987 sind es noch 431 Schützen. 1990 konnte eine nach neuesten Modalitäten konzipierte Kipphasenanlage eingebaut werden. Gegenwärtig hat die Sektion 260 A- Mitglieder. (2004)

Die Sektion Davos stellte in den Jahren 1935 – 1942 den Vorort und den Zentralvorstand des BKPJV. Sie führte in der Geschichte des BKPJV 6 Mal die Delegiertenversammlung durch, und zwar in den Jahren 1934, 1940, 1945, 1955, 1975 und 1984.
Die Sektion Davos darf mit Stolz auf ihr Wachsen und Gedeihen zurückblicken. Dankbar gedenken wir unseren Vorfahren, dankbar sind wir der noch lebenden älteren Garde für alles, was sie in der Sache um die Jagd und in der Sache um die Sektion getan haben. Viel Glück und Zusammenhang für die nächsten Jahre.
Auszug aus der Jubiläumsschrift „ 75 Jahre Sektion Davos“ von Andreas Gredig